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Mein Abenteuer mit dem Creality Ender 4 – 3D

Wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, mir so einen Ender 4 3D-Drucker ins Haus zu holen? Zuerst war da ein Kollege, der sich intensiv mit dem Thema 3D-Druck auseinandersetzte, um sich Gehäuse für seine Elektronikbasteleien zu drucken. Ebenso kamen dabei auch ganz schöne Figuren heraus, wie zum Beispiel „Baby Groot“ aus dem Film „Guardians of the Galaxy“*. Die Ergebnisse waren auch alle faszinierend, aber warum und wofür sollte ich so ein Teil brauchen? Persönlich traue ich dem 3D Druck in Zukunft zu, eine Industrierevolution auszulösen, eine größere Revolution als man sie heute vom massenhaften Verkauf von E-Autos erwartet. Aber ich brauche doch sowas nicht zu Hause! … Denkste!

Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es so ein Drucker nicht in unser zu Hause schafft. Da kommt im TV eine kurze Reportage über eine Hausfrau aus USA, die für ihren Sohn eine funktionierende Handprothese gedruckt hat. Ihr Kind hat an einer Hand nur Stummelfinger. Eine professionelle Prothese können sie sich nicht leisten, die sollte ca. 10000 $ kosten. Also hat die Mutter kurzerhand sich einen 3D-Drucker und Wissen angeeignet und eine Handprothese gedruckt. Mit dieser Prothese kann das Kind richtig greifen! Das wiederum hat meine Tochter fasziniert und in Ihr das Bedürfnis nach einem 3D Drucker reifen lassen. Wenige Tage später sitzt unsere Tochter bei den Deutsch-Hausaufgaben, schaut mich unvermittelt an und unterbreitet mir, dass sie viel lieber einen 3D-Drucker anstatt eine Nintendo Switch auf Geburtstag haben möchte, BÄM!

Die Recherche

Bei meiner G**gle Suche nach 3D Druckern stellte ich schnell fest, dass es sehr viele verschiedene 3D-Drucker, in so ziemlich allen Preisklassen gibt. Für einen zusammengebauten Drucker, wie zum Beispiel einen von Dremel, legt man schon ein kleines Vermögen auf den Ladentisch. So viel wollte ich für das spontane Abenteuer aber nicht investieren. Mir ist bei der Suche auch gleich aufgefallen, dass sich viele Druckerhersteller aus China auf dem Markt tummeln. Die Kosten für einen China Drucker sind wesentlich geringer bei größerem Druckvolumen, sprich man kann größere Modelle drucken. Aber wie ist, das mit dem Zoll, wenn die Ware direkt aus China kommt?

Mein Kollege hat einen Creality CR10*. Die Firma Creality hat wie einige chinesische Firmen ein Lager in Deutschland, bzw. in der EU. Das bedeutet das mit dem Zoll hat sich dann schon erledigt. Da mein Kollege mit Creality zufrieden ist, hab ich mich auch an diese Firma gehalten. Es gibt dort im unteren Preissegment die Drucker Serie „Ender“ diese bekommt man recht günstig. Es gibt den Ender 2*,
Ender 3* und 4. Auf den ersten Blick unterscheiden die Drucker sich im Druckvolumen. Beim Ender 2 und 3 wird der Tisch oder das „Bed“ auf den das Modell gedruckt wird in Y-Richtung bewegt, bedeutet das Modell wird beim Drucken mit dem Bed hin und her gefahren. Das ist relativ viel Masse, die bewegt und abgebremst werden muss. Beim Ender 4 wird eine andere Bauform angewendet, dort macht das Bed nur eine Abwärtsbewegung in Z-Richtung, das Modell steht beim Drucken einer Schicht still, nur der Druckkopf, das „Hotend“ bewegt sich. Dadurch sollen genauere Drucke möglich werden.

Schlussendlich und kurzentschlossen habe ich mich für den Creality Ender 4 entschieden. Gekauft bei Aliexpress und dort direkt im offiziellen Store von Creality aus dem Lager in Deutschland. Am 23. April bestellt und am 28.4. geliefert. Perfekt!

Was wird geliefert?

Hier ein paar Bilder vom Auspacken des Kartons. Das Hotbed war im untersten Teil gut versteckt und geschützt, davon habe ich leider kein Foto.

Der Ender 4 3D-Drucker Drucker kommt als Bausatz und hier ist dann auch der Unterschied zu den teuren Modellen, man muss schon etwas technisches Verständnis mitbringen, um den Creality Ender 4 korrekt zu montieren.

Man bekommt eine Stückliste. Eine Bauanleitung und eine kurze Installations- und Einstellanleitung für die mitgelieferte Software, die auf einen PC installiert werden muss. Außerdem wird das ganze zum Aufbau benötigte Werkzeug mitgeliefert (ausgenommen Messmittel). Dazu gibt es noch einen Seitenschneider und eine scharf geschliffene Spachtel. Die letzten beiden Werkzeuge werden beim Betrieb des Druckers benötigt. Eine Rolle Maler-Kreppband ist auch dabei.

Die Anleitung ist sehr mäßig bis saumäßig ins Deutsche übersetzt, aber gut mit Bildern dokumentiert. Die Anleitung für die auf der SD-Karte mitgelieferte Software ist so weit in Ordnung. Das Modell einer Winke Katze, das sich auch auf der SD-Karte befindet, ließ sich mit den vorgegebenen Einstellungen wunderbar drucken. Aber soweit sind wir ja noch nicht. Jetzt ist der 3D-Drucker erst einmal angekommen. Den Zusammenbau und was mir dabei alles aufgefallen ist, gibt es in einem weiteren Artikel.

Ein Gedanke zu „Mein Abenteuer mit dem Creality Ender 4 – 3D“

  1. Pingback: Aufbau des Creality Ender 4 – Mojo – Blog

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